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Hartmannsdorf

HartmannsdorfHerzog Wilhelm von Sachsen gab 1452  das Rittergut der Ortschaft Hartmannsdorf, die auch früher „Hermsdorf“, „Hartersdorf“ und „Hartensdorf“ genannt wurde, den Brüdern Hans und Kuntz von Merrettich zu Lehen. Das ist auch das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts waren die Adelsfamilien von Merrettich, von Schauroth, von Echt sowie von Schütz Herren des erwähnten Rittergutes. Der Besitzerwechsel hatte oft auch den Wechsel der Landeszugehörigkeit zur Folge. Das wehrhafte und von einem Wassergraben umgebene Gut hatte ansehnlichen Grundbesitz und besaß schon vor dem Jahre 1673 das Privileg eines Wegezolls an der durch seine Flur führende Straße.

Rittmeister Rudolf Zersch, der 1926 das Rittergut erwarb, schenkte dem Ort im Jahre 1936 einen freistehenden Glockenturm, dessen 60-jähriges Jubiläum 1996 feierlich begangen wurde. Ursprünglich war geplant, an diesen Glockenturm eine kleine Kapelle anzubauen. Von den ehemals vier Glocken des Turmes wurden im 2. Weltkrieg drei Glocken zum Einschmelzen entfernt. Gerüchten zufolge sollen diese jedoch in anderen Kirchen läuten.

Aus alten Schriften ist zu entnehmen, dass Hartmannsdorf 1533 nur „vier angesessene Mann“ zählte und auch 1673 wurden im Dorf nur sieben Feuerstätten gezählt, deren Inhaber dem Rittergut zum Frondienst verpflichtet waren. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts standen im Ort bereits sieben Häuser und Hartmannsdorf entwickelte sich als typisches Straßendorf an den Grenzen zwischen dem Königreich Preußen, dem Fürstenturm Reuß und dem Westkreis des Herzogtums Sachsen – Altenburg.

Die Mühle, die früher zu Rittergut gehörte, ist seit 1876 im Besitz der Familie Prieger und auch heute noch in deren Betrieb. 1910 wurde sie auf Wasserkraftbetrieb umgestellt.

Eine bekannte Sehenswürdigkeit in Hartmannsdorf ist der Park mit dem barocken Herrenhaus (Wasserschlösschen) von 1723, seltene Pflanzen, Sträucher und Bäume sowie Sandsteinskulpturen. Eingefasst mit einer Bruchsteinmauer ist der Park eine Oase der Ruhe und Erholung. Park und Rittergut sind seit 1994 im Besitz des Herrn Hermesmeier. Das Herrenhaus wurde in den letzten Jahren nach alten Vorlagen umfassend restauriert und saniert. Es wird als Wohnhaus mit Büroeinheiten genutzt. Für die Gesamtgestaltung des Rittergut-Ensembles wurde der o.g. Eigentümer mit dem Denkmalpreis des Freistaates Thüringen ausgezeichnet.

Der Gemeinde HartmannsdorfHartmannsdorf
mit ihren 775 Einwohnern und
der Fläche von 163 ha liegt an
der Mündung des Tales der
Rauda in das Elstertal. 
Verkehrstechnisch ist es an die
Straße von Eisenberg nach Gera
und an die Eisenbahnstrecke Gera
– Leipzig angebunden. Im Ort sind
zur Zeit 40 Gewerbetreibende
angesiedelt (Stand 31.12.2008).
Die Streuobstwiesen, die den Ort
umgehen, sind Zeitzeugen des 
traditionellen Obstbaus, der hier bis 1993 betrieben wurde. 

 

  

Bürgermeister

Hartmannsdorf
Herr Armin Baumert

Sprechzeit: donnerstags, 17.00 - 18.00 Uhr
Tel.: 036693 / 22 463

 

Kontakt

VG Heideland-Elstertal-Schkölen
Flemmingstraße 17
07613 Crossen a. d. Elster

E-Mail: info@vg-hes.de
Tel.: +49 36693/47012
Fax: +49 36693/47022